Weitere Anlässe
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
(Hermann Hesse)
Es gibt nicht nur die großen Wenden in unserem Leben, wie Geburt,
Hochzeit oder Tod – in jedem Lebensalter kommt es zu Übergängen, die
ein Innehalten und eine besondere Gestaltung verdienen und wünschen.
Für einige existierten in früheren Zeiten sinnvolle Rituale, die
verloren gegangen sind aber wiederentdeckt werden können.
Für andere
gibt es solche Traditionen nicht. Doch auch hier können
Formen gefunden werden, die den Übergang meistern helfen. Bei beidem
biete ich gerne meine Hilfe und Unterstützung an.
Im folgenden habe ich aus einer Vielzahl von Übergängen im Laufe unseres Lebens drei Beispiele ausgewählt , zu
denen die Gestaltung eines Rituals möglich ist.
Daneben gibt es natürlich noch viele weitere Anlässe.
Entscheidend ist der
Wunsch des Einzelnen, eines Paares oder einer Familie, dieses eine
Ereignis durch ein Ritual, durch eine feierliche Zeremonie besonders zu
begehen.
Bei Fragen oder Interesse an der Durchführung eines Rituals oder einer Zeremonie nehmen Sie mit mir
Kontakt auf! Ich berate Sie gern in einem persönlichen Gespräch.
Übergänge in der Kindheit und Jugend

Die einstmals vollzogenen Initiationsriten waren einschneidende
Erlebnisse, die den Halbwüchsigen vermittelten, was es heißt, Mitglied
einer größeren Gemeinschaft – ein Erwachsener – zu sein und diesen
Wechsel auch öffentlich machten. Auch heutzutage stehen Jugendliche, aber auch ihre Eltern, im Laufe
ihres Heranwachsens immer wieder vor einem Chaos verwirrender Gefühle,
das es aufzufangen gilt.
An entscheidenden Stationen ihres Lebens, wie
z.B. dem Beginn der Pubertät, dem Schulabschluss, dem Auszug von zu
Hause können bewusst gestaltete Rituale dem Kind oder Jugendlichen
helfen, größere Klarheit über sich selbst zu gewinnen und die Bedeutung
des Ereignisses, des Übergangs zu verstehen.
Natürlich helfen sie auch den Eltern, die Veränderungen im Leben ihrer
Kinder und damit in ihrem eigenen Leben zu akzeptieren, loszulassen und
sich mit dem Kind über die vor ihm liegenden neuen Möglichkeiten zu
freuen.
Trennung oder Scheidung

Viel zu wenig beachtet sind in unserer Gesellschaft Trennungsrituale.
Dabei sind für die meisten Menschen die Scheidung und Trennung von
ihrem Partner nur sehr schwierig zu bewältigen. Ein Festhalten an der
alten Beziehung, das Gefühl, gescheitert zu sein und versagt zu haben,
ein Festgefahrensein im Scheidungs- oder Trennungsprozess oder auch die
Angst vor einer ungewissen Zukunft machen einen Neuanfang oft unmöglich.
All diese Emotionen können Raum finden in einem Ritual. Es geht um
einen Abschied vom Vergangenen, um eine für beide Seiten annehmbare
Form des Auseinandergehens und den ersten Schritt auf einem neuen,
unbekannten Weg. Ein am Ende eines Scheidungs- oder Trennungsprozesses
vollzogenes Ritual macht den klaren Entschluss deutlich, die
Vergangenheit zu akzeptieren und hinter sich zu lassen und die
gravierende Änderung der Lebenssituation, die diese Trennung mit sich
bringt, positiv zu nutzen.
Ein solches Ritual ist sowohl für Paare als auch für Einzelpersonen möglich.
Stellenwechsel
Im Arbeitsleben der meisten von uns ist früher oder später aus den verschiedensten Gründen ein Stellenwechsel nötig. Er bedeutet in jedem Fall einen Wendepunkt in der eigenen
Biographie, der in vielen Fällen auch den Partner oder die Familie
mitbetrifft, wenn z.B. mit dem Stellenwechsel auch ein Umzug einhergeht.
Dieser Schritt kann Motivation und neuen Elan für die Arbeit mit sich
bringen – z.B. bei Beförderung oder nach einer Qualifikation – zugleich
aber auch Gefühle von Überforderung und Angst vor den neuen Aufgaben.
Gleiches trifft auch auf unfreiwillige Wechsel zu, z.B. nach Verlust
der alten Stelle.
Oft begleiten Zweifel und Bedenken angesichts der neuen Situation den
Betroffenen, aber auch Hoffnung und Zuversicht. Unter Umständen stellen
sich sehr grundsätzliche Fragen nach der eigenen „Berufung“ oder dem
Beitrag der bisherigen Arbeit für die eigene Entwicklung und
Selbstverwirklichung.
Diese verschiedenen und z.T. ambivalenten Empfindungen und Gedanken
können in einem Ritual zum Stellenwechsel aufgegriffen werden, indem
der bisher gegangene berufliche Weg und insbesondere die Aspekte der
letzten Arbeitsstelle ins Bewusstsein gehoben werden. Es geht um einen
Abschied und zugleich um ein Willkommen-heißen der mehr oder minder
ungewissen Zukunft.